Myoklonische Anfälle
Myoklonische Anfälle sind epileptische Anfälle, die durch plötzliche, kurze und ruckartige Muskelzuckungen gekennzeichnet sind.
Sie können einzelne Muskeln oder Muskelgruppen betreffen und treten häufig beidseitig auf.
Die Zuckungen dauern meist nur wenige Sekunden und können dazu führen, dass Betroffene Gegenstände fallen lassen oder kurz das Gleichgewicht verlieren. Das Bewusstsein bleibt dabei häufig erhalten, dennoch sollten wiederkehrende oder neu auftretende Symptome ärztlich abgeklärt werden.
Wichtige Merkmale myoklonischer Anfälle
Kurz und plötzlich:
Die Muskelzuckungen dauern meist nur den Bruchteil einer Sekunde, sind häufig kaum wahrnehmbar und klingen in der Regel schnell von selbst wieder ab.
Symmetrisch:
Sie treten häufig gleichzeitig und in ähnlicher Ausprägung auf beiden Körperseiten auf, wodurch die Beschwerden oftmals besonders deutlich wahrgenommen werden.
Bewusstsein:
Das Bewusstsein bleibt in der Regel vollständig erhalten, sofern der Anfall nicht in eine andere Anfallsform übergeht oder sich deutlich verändert.
Auslöser:
Myoklonische Anfälle können insbesondere durch Lichtblitze, ausgeprägten Schlafmangel, emotionalen Stress oder erhöhten Alkoholkonsum ausgelöst und begünstigt werden.
Ursachen
Bestimmte Epilepsieformen wie etwa die juvenile myoklonische Epilepsie (JME), die häufig bereits im Jugendalter beginnt und sich durch charakteristische myoklonische Zuckungen bemerkbar machen kann.
Hirnschädigungen oder unterschiedliche Stoffwechselstörungen können ebenfalls mögliche Ursachen für diese Beschwerden und Veränderungen sein.
Auch als mögliche Begleiterscheinung anderer neurologischer Erkrankungen oder im Zusammenhang mit weiteren gesundheitlichen Beeinträchtigungen.
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