Fokale Anfälle ohne Bewusstseinstörung

Was sind fokale Anfälle ohne Bewusstseinsverlust

 

(auch fokale Anfälle bei erhaltener Bewusstheit, früher „einfach-partielle Anfälle“) sind eine Form der Epilepsie.

Diese Anfälle entstehen in einem bestimmten Bereich des Gehirns und breiten sich nicht sofort auf das ganze Gehirn aus.

Deshalb bleibt die betroffene Person meist wach und ansprechbar.

 

 

Typische Symptome

 

 

Die Beschwerden hängen davon ab, welcher Hirnbereich betroffen ist:

 

  • Motorisch (Bewegung)

→ Zuckungen oder Verkrampfungen, oft nur in einer Körperhälfte (z. B. Arm oder Gesicht)

 

 

  • Sensorisch (Wahrnehmung)

→ Kribbeln, Taubheit, ungewöhnliche Gerüche oder Geschmäcker

 

 

  • Vegetativ (Körperfunktionen)

→ Herzklopfen, Schwitzen, Übelkeit

 

 

  • Psychisch

→ Déjà-vu, Angstgefühle, veränderte Wahrnehmung

Wichtig zu wissen

 

 

 

  • Das Bewusstsein bleibt voll erhalten (kein „Wegtreten“)

  • Betroffene können sich meist an alles erinnern

  • Ein solcher Anfall kann sich manchmal zu einem größeren Anfall entwickeln

 

 

 

 Ursachen

 

 

 

  • Häufig im Zusammenhang mit Epilepsie

  • Möglich auch durch:

    • frühere Hirnverletzungen

    • Tumoren

    • Entzündungen im Gehirn

 

Fokale Anfälle ohne Bewusstseinsverlust können verunsichernd sein – vor allem, wenn sie zum ersten Mal auftreten oder nicht richtig eingeordnet werden.

 

 

 

Sie sind nicht allein – und es gibt Wege, mit der Situation sicher umzugehen.